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Hier findet ihr Texte über Hobbys, Schulveranstaltungen, Bücher, Viedeoserien und andere informative und spannende Inhalte, die in keine andere Kategorie passen.

Ein Jahr iPads – Eine Bilanz

9 – 10 Minuten Lesezeit, 1.222 Wörter

Seit bald einem Jahr benutzen die aktuellen Neunten vorrangig iPads im Unterricht. Es gibt viele Vorteile, aber auch nennenswerte Nachteile. Ich habe meine Klasse abstimmen lassen, Schüler sowie Lehrkräfte gefragt, im Internet nach anderen Ansichten gesucht und mir – natürlich – auch eine eigene Meinung gebildet.

Anfangs sollte ich die gewollten Umstände dieser Tablet-Nutzung klären. Wir führen unsere Schul- und Aufgabenhefte digital in „Goodnotes“, auch Arbeitsblätter werden überwiegend digital bearbeitet. Selbstverständlich haben wir aber trotzdem Block und Stift dabei, falls Lehrer wollen, dass wir analog arbeiten oder das iPad aus technischen Gründen ausfällt. Um Fremdbeschäftigung zu verhindern, gibt es für Lehrkräfte die Möglichkeit, zu überprüfen, welche Apps die Schüler während des Unterrichts nutzten. Diese wird, einerseits aufgrund technischer Probleme, anderseits wegen Fehler-Vortäuschungen durch Schüler, in unserer Klasse gar nicht mehr verwendet.

Für eine erste Einordnung habe ich eine anonyme Umfrage mit den Schülern meiner Klasse gemacht.

Über 90% der Teilnehmer meiner anonymen Umfrage finden die Tablet-Nutzung gut oder eher gut. Ferner werden zwei Drittel zusätzlich motiviert und nur ein Fünftel beschreibt gestiegene Ablenkung. Auch die Kompetenz der Lehrer im Umgang mit iPads und der dazugehörigen Technik wird von einer – wenn auch eher knappen – Mehrheit positiv bewertet. Trotzdem wird Fremdbeschäftigung von den meisten als großes Problem eingeschätzt. Laut den Schülern passt der Umfang der Tablet-Verwendung in den Fächern meist. Einzelne Ausreißer sind wohl auf einzelne Lehrer zurückzuführen und eine allgemeine, leichte Tendenz in Richtung „zu selten“ ist ebenfalls erwartbar. Die wohl wichtigste Frage: „Sollten die nächsten Neunten Klassen wieder iPad-Klassen werden?“, wird von allen Teilnehmern mit ja oder eher ja beantwortet.

Die Ergebnisse mögen erst einmal sehr gut klingen, die Umfrage ist aber nicht sicher repräsentativ. Die Teilnahme war selbstverständlich freiwillig und es haben knapp über die Hälfte meiner Mitschüler abgestimmt. Das sind nicht nur eher wenige, sondern es ist auch nicht unplausibel, dass sich die Gruppe der Freiwilligen stark mit der Gruppe derer, die zum Aufpassen im Unterricht tendieren, Fremdbeschäftigung ablehnen und eine positive Grundeinstellung gegenüber Lehrern haben, überschneidet. Man sollte die Ergebnisse deswegen kritisch einordnen, trotzdem aber ernstnehmen und gewiss nicht für irrelevant oder falsch erklären.

Eine deutlich weniger beschönigte Sichtweise haben vermutlich Lehrer, deswegen habe ich anschließend Herrn Auracher interviewt.

Auch er findet die Tablet-Nutzung insgesamt gut und lobt die Vorbereitung auf digitale Medien und Geräte im späteren Berufs- und Privatleben. Herr Auracher kritisiert die umfangreichen Ablenkungsmöglichkeiten und die wohl schwierige Kontrolle darüber. Außerdem glaubt er, dass die Handschrift der Schüler weniger schön wird. Lehrern empfiehlt er, den Einsatz der iPads klar zu beschränken und sie nur zu verwenden, wenn es einen konkreten Vorteil im Vergleich zu Papier darstellt. Ferner prognostiziert er einen Rückgang der Nutzung von Tablets im Unterricht. Laut ihm sollte es an weiterführenden Schulen iPad-Klassen geben, wenn auch erst ab der zehnten statt aktuell neunten Jahrgangsstufe.

Wie auch schon Herr Auracher, hat auch eine Schülerin, zusätzlich zur allgemeinen Umfrage, noch meine weiteren Fragen beantwortet.

Sie findet die Tablet-Nutzung insgesamt eher gut. Die Schülerin hebt hervor, dass es praktisch sei, dass man alle Unterlagen an einem Ort hat und so nichts vergessen kann. Zusätzlich lobt sie die Geschwindigkeit und mögliche, interessantere digitale Aufgaben. Sie kritisiert die häufige Ablenkung durch einerseits sich fremdbeschäftigende Mitschüler und andererseits die vielen Funktionen des eigenen iPads. Schülern empfiehlt die Schülerin, Aufgaben ohne KI zu machen und die Zeit im Unterricht zum Aufpassen zu nutzen, statt sich mit Spielen abzulenken. Außerdem denkt sie, dass Lehrer klar machen sollten, was verboten ist und wann man Tablets benutzen darf und wann nicht. Ferner ist, ihrer Meinung nach, die einzige Möglichkeit, Fremdbeschäftigung zu verhindern, dass Lehrer härter durchgreifen und mehr bestrafen. Die Schülerin hält iPad-Klassen ab der Neunten oder Zehnten ebenfalls für Sinnvoll.

Nachdem ich jetzt einen guten Überblick über die Meinungen und Zustände an unserer Schule hatte, recherchierte ich, wie es an anderen Schulen läuft.

2022 hat das Max-Planck-Gymnasium in Berlin eine kompakte Evaluation des damaligen Pilotprojekts veröffentlicht. Dort wurden Umfragen mit Schülern, Lehrern und Eltern durchgeführt.

Die Schüler beantworten ähnliche Fragen weitgehend gleich, wie in meiner Umfrage. Auffallend ist nur, dass den Lehrkräften dort mehr Kompetenz zugeschrieben wurde, was vermutlich auf besseres Training wegen des noch neuen Pilotprojekts zurückzuführen ist. Auch in Berlin sehen Lehrer die Ablenkung durch Spiele kritisch und zusätzlich wird das einfache Kopieren von Aufgaben, aus dem Internet oder von Mitschülern, bemängelt. KI war in dem Zeitraum des Pilotprojekts noch irrelevant, deswegen wird sie in der Evaluation nicht bedacht. Die Eltern sind mit der iPad-Nutzung im Unterricht sehr zufrieden und loben ähnliche Punkte wie bereits die Schüler.

Des Weiteren wurden 2024 von Dr. Stefan Fischer und Thomas Nörpel die Ergebnisse einer Studie zum Einsatz von Tablets und anderen digitalen Medien veröffentlicht.

Laut dieser Studie ist es schwierig, die Auswirkungen von Tablets im Unterricht final zu beurteilen, da sie eine sehr neue Entwicklung sind. Trotzdem haben Tablets und andere digitale Medien wohl per se keinen negativen Einfluss, und können – ganz im Gegenteil – einen positiven Effekt auf den Lernerfolg haben. Sowohl die Lernleistung als auch die Motivation werden dadurch gestärkt. Allerdings sind diese Effekte nicht garantiert und stark von den Rahmenbedingungen abhängig.

Oft wird die Angst geäußert, dass die Handschrift der Schüler durch das Schreiben auf Tablets schlechter werden könnte.

Dieses Bedenken wird von der Studie nur für das Schreiben mit Tastatur bestätigt. Wird dagegen ein digitaler Stift verwendet, schreiben Kinder ab der Grundschule sogar schneller als auf Papier, wobei die Lesbarkeit nicht weiter eingeschränkt wird.

Ich denke, dass die Vorteile von iPad-Klassen die Nachteile deutlich überwiegen. Die Schulranzen werden leichter, die Sortierung der Lernunterlagen übersichtlicher, die Lernmotivation größer und nicht zuletzt das Schreiben effizienter. Ferner öffnet sich der Horizont für vielfältigere Lernmethoden, wie zum Beispiel interaktive Übungen. Da der Erfolg dieses Konzeptes stark von den Rahmenbedingungen abhängt, sollten die Lehrkräfte besser mit ihren Geräten und Möglichkeiten vertraut werden. Dass das möglich ist, beweisen schließlich die Umfrage-ergebnisse aus Berlin. Fremdbeschäftigung wirkt, als wäre es das größte Problem, ist meiner Meinung nach aber keines. Ich glaube, dass Schüler der neunten Klasse bereits festgestellt haben sollten, dass sie nicht auf ein Gymnasium gehen, weil sie müssen, sondern weil sie einen Weg in die Zukunft haben wollen, in dem ihnen alles möglich ist. Natürlich gibt es Optionen, diese Ablenkung zu verhindern, dass hilft aber nicht denen, die sich Ablenken, sondern schadet denen, für die die Nutzung funktioniert. Auch Strafen halte ich für sinnlos, wenn überhaupt, lernen die Schüler es nur durch ihre eigene Erfahrung. In Mathe dürfen wir beispielsweise keine iPads mehr benutzten, doch statt, dass sich ehemals – zu mindestens leise und ruhig – fremdbeschäftigende Schüler jetzt auf den Unterricht konzentrieren, stören sie ihn lautstark und das schadet letztendlich nur denen, die sich konzentrieren wollen. Das einzige Problem, dass ich hier erkennen kann, ist das von der Schülerin beschriebene ungewollte Ablenken durch Tablets anderer. Man sollte die Möglichkeiten, Lösungen von Aufgaben zu erschleichen, nicht unterschätzen, meiner Meinung nach ist die Selbstregulierung hier aber ebenfalls die beste Gegenmaßnahme. Insgesamt hoffe ich also – wie alle, von mir befragten – dass iPad-Klassen bestehen bleiben und halte die neunte Klasse für einen guten Einstiegszeitpunkt.

Zuletzt möchte ich mich herzlich bei den Teilnehmern meiner Umfrage, bei den Erstellern der Evaluation des Max-Planck-Gymnasiums, bei Dr. Stefan Fischer und bei Thomas Nörpel bedanken. Ein besonders großes Dankeschön geht auch an Herrn Auracher und die Schülerin, beide beantworteten meine Fragen ausführlich und geduldig.

David Lampel (9d)

Mobilität im Lkr. Miesbach – Nach und nachhaltiger

4 – 5 Minuten Lesezeit, 612 Wörter

Anfang August, Traumwetter: Ich plane eine Mountainbike-Tour ab Bayrischzell. Es ist noch früh, 7:30 Uhr, und ich mache mich von meinem Wohnort Großhartpenning auf den Weg zum Holzkirchner Bahnhof. Um Punkt 8 fährt meine anvisierte Bahn. Doch das Radabteil ist maßlos überfüllt, sodass mir nichts anderes übrigbleibt als auf den nächsten Zug um 8:30 zu warten. Der fährt allerdings nur bis Schliersee – Mist. Egal, den Rest schaffe ich schon mit dem Radl. Zusammengepfercht mit Münchner Ausflüglern geht es ins Oberland. Fehlt nur noch der letzte Teil nach Bayrischzell, ein kurzer Blick auf Google Maps, wie finde ich zum Radweg? Doch Google Maps kennt keinen Radweg, und so bleibt mir nur die stark befahrene B 307. Ankunft: 10:13 Uhr. Mit dem Auto wäre ich in 45 Minuten da gewesen – also schon um 8:28 Uhr. Eineinhalb Stunden früher.

Dieses fiktive Szenario macht das Dilemma bei der Nutzung des ÖPNV im Landkreis Miesbach deutlich, das Bergsteiger und Radfahrer, aber ebenso Schüler und Berufspendler eher entmutigt, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Dennoch hat sich die Situation in den letzten Jahren bereits deutlich verbessert. So wurde im Juni 2022 in Holzkirchen der Teufelsgraben-Radweg als Verbindung nach Otterfing eröffnet, und nur wenige Monate später nahm dort der Rufbus Hoki den Verkehr auf, der 2024 auf die Nachbargemeinden Otterfing, Valley und Warngau ausgeweitet wurde.

Beide Angebote sind Ergebnisse des integrierten Mobilitätskonzeptes von 2017, das seither als Basis für die Verkehrsprojekte in der Marktgemeinde dient. Umfangreiche Analysen machten damals die Dominanz des Kfz-Verkehrs in Holzkirchen, die fehlende Attraktivität der Ortsbusse sowie Defizite in der Radinfrastruktur deutlich. Sowohl der besagte Radweg als auch der Hoki-Bus mit mehr als 67.000 Fahrgästen im vergangenen Jahr kommen bei den Holzkirchnern sehr gut an.

Genau wie die Marktgemeinde vor neun Jahren hat nun auch der Landkreis Miesbach ein Integriertes Mobilitätskonzept entwickeln lassen. Dessen Präsentation am Tag der Mobilität im Rahmen des Klimafrühlings Oberland in der Kreisstadt ließ ich mir nicht entgehen.

So ist die Verlagerung des Verkehrs vom Pkw auf Fahrrad und ÖPNV auch im Landkreis ein zentrales Thema, entfallen doch 57 Prozent der landkreisweiten Emissionen auf den Verkehr, wovon wiederum 64 Prozent Autos ausmachen. Zum Vergleich: In ganz Deutschland sind nur 22 Prozent der Emissionen dem Verkehr zuzuordnen.

Eine wichtige Änderung stellt die für 2027 geplante Verlagerung des Busverkehrs von den bisher zuständigen Verkehrsunternehmen auf den Landkreis selbst dar, der das Netz weiter den Bedürfnissen der Bürger anpassen will. Parallel dazu wird das Angebot ausgebaut: Bereits im Dezember erfolgte die Inbetriebnahme der Alpenbusse, die in drei Linien zwischen Murnau a. Staffelsee und Rosenheim verkehren und Erleichterungen für Pendler und Ausflügler bringen, die nun nicht mehr in München umsteigen müssen. 

Der scheidende Miesbacher Landrat Olaf von Löwis betonte im Gespräch mit mir die finanziellen Herausforderungen, die mit der Umsetzung nachhaltiger Mobilität für den Landkreis verbunden seien: „Das Geld ist einfach zu knapp.“ So sei der ÖPNV derzeit noch zu teuer, der Anreiz damit zu niedrig. „Da nehmen die Menschen dann doch lieber das Auto, das ja eh schon da ist.“

Ausschlaggebend für eine tatsächliche Veränderung im Verhalten der Menschen sei vor allem ein Bewusstseinswandel, wie mir die Mobilitätsbeauftragte des Landkreises, Andrea Ladewig, erklärte. Die Menschen müssten „positive Erfahrungen“ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen. „Ich will dich im Bus sehen“, schob sie in Richtung Löwis nach, der selbst klarstellte: „Ich muss Vorbild sein.“

Die Mobilität wird sich in den nächsten Jahren weiter wandeln; jede kleine Veränderung trägt zu einem nachhaltigeren Gesamtbild bei. Und so könnten auch für die Strecke zwischen Schliersee und Bayrischzell bald verschiedene autofreie Alternativen entstehen – doch bis die unleidliche Situation aus dem Eingangsszenario so angenehm gelöst werden kann, dass der Durchschnittsbürger mit Überzeugung aufs Auto verzichtet, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Leopold Wagner (11b)

Frankreichaustausch Holzkirchen-Roanne

4 – 5 Minuten Lesezeit, 723 Wörter

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr wieder ein Austausch unserer 9. Jahrgangstufe mit der französischen 3e und 2e (bei uns 9. Und 10.) statt. Nachdem die vorherige 9. in der Gegend von Paris war, ging es für uns wieder nach Roanne, südwestlich von Lyon. Zu Beginn kamen im März unsere ‘Correspondants‘ für eine Woche nach Holzkirchen, anschließend waren wir im April eine Woche lang in Frankreich.

Holzkirchen

Am Abend des 17. März kam ein Bus mit 32 französischen Schülern auf dem Vorplatz der Schule an. Erst fiel es nicht nur mir schwer, meinen Austauschpartner zu finden, schließlich kannten wir uns nur von ein paar Fotos. Als wir uns aber doch erkannten, gingen wir zügig nach Hause und es gab ein erstes Abendessen.

Mittwochs machten die Franzosen eine Rallye durch Holzkirchen und am Nachmittag gab es ein gemeinsames Fußballturnier. Danach gab uns der Föchinger Trachtenverein eine Schuhplattelvorstellung, was vor allem unsere Besucher beeindruckte, und es war wichtig für ihr Motto: „Tracht erkunden“

Am Donnerstag fuhren wir als gemeinsame Gruppe mit dem Zug nach Regensburg und genossen dort, neben einer Stadtführung auf Deutsch und einer auf Französisch, auch ein wenig Freizeit mit unseren neuen Freunden. Die Altstadt, mit ihrer bis in die Römerzeit gehenden Vergangenheit, gefiel nicht nur den Lehrkräften gut und besonders auf der Rückfahrt hatten wir alle viel Spaß.

Freitags erkundeten die Franzosen allein München, wir hatten aber am Abend ein hervorragendes ‘Fête franco-allemande‘ mit großem, leckerem Buffet und Musik am Föchinger Vereinsheim.

Am Wochenende genossen unsere Austauschpartner individuelles Programm. In meinem Fall feierten wir mit gleich mehreren ‘Correspondants‘ den Geburtstag eines Freundes auf einer Hütte. Meinem Gefühl nach hatten wir dort alle sehr viel Freude. Andere lernten übers Wochenende Deutschland, Bayern und seine Kultur ebenfalls besser kennen.

Montags erklommen unsere Besucher leider ohne uns den Schliersberg, am Nachmittag durften wir trotzdem noch eine schöne, gemeinsame Zeit verbringen.

Als die Franzosen dienstags früh wieder in ihren Bus stiegen, war bei uns allen die Vorfreude auf das Wiedersehen in einem Monat groß.

Roanne

Am frühen Morgen des 21. April stiegen wir vor unserer Schule in den Bus, der uns in den nächsten 13 Stunden bis nach Roanne bringen würde. Als die Straßenschilder schließlich unser Ziel anschrieben, spürte man die angespannte Atmosphäre im Reisebus, denn schon bald würde man seine Austauschpartner wiedersehen. Dort angekommen wurden wir erst ausgiebig begrüßt und dann ging es für die meisten von uns zum Zuhause ihrer Austauscheltern, nur zwei deutsche Schüler und ich blieben im Internat des Lycées.

Nachdem wir uns mittwochs die malerische Innenstadt von Roanne angeschaut hatten, fuhren wir am Donnerstag gemeinsam mit den Franzosen nach Lyon. Dort begannen wir mit der Erkundung der Altstadt inklusive der berühmten ‘Traboules‘, kleine Tunnel, die ursprünglich für den Handel erbaut wurden. Danach besuchten wir das, besonders architektonisch interessante, ‘Musée des Confluences‘ und zuletzt genossen wir die Aussicht über Lyon von einem Aussichtshügel aus.

Am Freitag erkundete die deutsche Gruppe das Bergbaumuseum der Stadt Saint-Étienne und erfragte im Zentrum Details über diese Stadt bei Passanten. Obwohl sie nicht alles beantworten konnten, fielen die Franzosen als immer sehr freundlichen auf.

Übers Wochenende war individuelles Programm bei und mit den Familien der Austauschpartner vorgesehen, was, selbst für uns drei Internatsschüler, das Kennenlernen der Eltern bedeutete. In diesen Tagen genoss ich, neben dem großartigen Wetter, besonders das französische Essen und die Gastfreundschaft, nicht nur der Familie selbst, sondern auch die deren Cousins und Freunden.

Am letzten Tag stand für uns noch ein Unterrichtsbesuch an. Ich hatte Politik für eine 1er (bei uns eine 11. Klasse). Es ging um die verschiedenen Einflüsse auf die Wahlentscheidung eines Erstwählers. Leider konnte ich dem Inhalt nur in Grundzügen folgen, dabei hatten es andere, die Englisch- oder Deutschunterricht erwischten, deutlich einfacher. Nach dieser anstrengenden, aber interessanten Erfahrung ließen wir den Tag bei Spielen im schönen, neu errichteten Park am Ufer der Loire ausklingen.

Auf der Rückfahrt machte sich neben der Trauer des Abschieds auch das Gefühl breit, dass wir nicht nur die Franzosen und deren Kultur, sondern auch uns untereinander besser kennengelernt haben.

Resumé

Über diesen Austausch hinweg habe ich festgestellt, wie wichtig die französische Sprache für die Völkerverständigung mit dem immer sehr netten und angenehmen französischen Volk ist. Diese ‘Amitié franco-allemande‘ wird, meiner Meinung nach, in der aktuellen Zeit immer wichtiger und deswegen mein Aufruf an alle, die sich noch entscheiden können: Lernt Französisch!

David Lampel (9d)

Voltigieren

Voltigieren ist eine Gruppensportart. In einer Gruppe sind mindestens sechs und maximal acht Voltigierer. Beim Voltigieren wird ein Pferd an einer Longe im Kreis geführt, währenddessen turnt der Voltigierer auf dem Rücken des Pferdes. Die Sportler müssen in vollem Galopp das Pferd besteigen, dies nennt man den Aufgang. Das gleiche gilt für den Abgang, wobei eine elegante Landung wichtig ist. Wenn man in einer Leistungsgruppe ist, nimmt man auch an Turnieren teil. Bei diesen hat jede Gruppe zwei Disziplinen:  Kür und Pflicht.

Bei der Pflicht turnt immer nur ein Voltigierer auf dem Pferd. Jeder Sportler muss die vorgegebene Pflicht vorzeigen, die nicht verändert werden darf. Je nachdem in welcher Leistungsstufe die Gruppe ist, besteht die Pflicht aus unterschiedlich schwierigen Übungen.

Anschließend muss die Voltigiergruppe eine ausgedachte Kür vorzeigen, die der Leistungsklasse entspricht. Während der Kür muss jeder Voltigierer mindestens einmal auf dem Pferd gewesen sein. Bei der Kür turnt nicht nur ein Voltigierer auf dem Pferd, sondern man darf auch akrobatische Übungen mit zwei oder drei Voltigierern zusammen auf dem Pferd präsentieren.

Wenn man mehrmals in Folge sehr gut bei Turnieren abschneidet und mit der Bewertung die Aufstiegsnote für die nächste Leistungsstufe erfüllt, steigt die Gruppe in die nächsthöhere Stufe auf. Es gibt insgesamt fünf Leistungsstufen:

E: Einsteiger; A: Anfänger; L: Leicht; M: Mittel; S: Schwer

Beim Voltigieren gibt es keine unterschiedlichen Altersstufen, es treten sogar Kinder, Jugendliche und Erwachsene in gemeinsamen Gruppen an. So kann man Figuren turnen, bei denen die älteren Sportler die kleineren hochheben, sogenannte Hebefiguren.

Für Pferde ist das gleichmäßige Galoppieren im Kreis sehr anstrengend. Auch sie erhalten eine Note dafür, die in die Gesamtbewertung mit einfließt. Sie sind somit ein wichtiger Teil des Teams.

Karla Kühnlenz (5c), Linnea Ertl (5c)

Buchvorstellung: Simons Katze

Simons Katze ist ein lustiges Bilderbuch, das nur in manchen Ausgaben Text enthält. Es beinhaltet viele humorvolle Comic-Zeichnungen, die einen ständig zum Lachen bringen.

Wir haben das Buch gewählt, weil wir es sehr lustig finden und denken, dass es für viele Klassenstufen geeignet ist.

In dem Buch werden sich viele Katzenbesitzer mit ihren Katzen wiederfinden, denn Simon hat sechs Katzen. Es umfasst eine weiße Katze, die (ab und zu) auch mit dem Kätzchen Späße macht. (Kätzchen = Die Kleine Katze)

Der britische Autor Simon Tofield wurde 1971 in England geboren und bekam mit 8 Jahren seine erste Katze, ihr Name war Shelley.

Anschließend fing er an, seine ersten Comic-Zeichnungen anzufertigen.

Inspiriert haben ihn seine Katzen Hugh, Maisy, Jess, Shelly, Chloe, Poppy, Lilly, Badger, Boo, Willow, Barnaby und Teddy. Hugh ist Simons Vorbild für seine Zeichentrick-Katze („Simons Katze“ / „Simons Cat“) und Teddy ist das Vorbild für sein Zeichentrick-Kätzchen (Kätzchen/Kitten).

Simons Katze ist ein bisschen wie Garfield und findet sich selbst am besten.

Um an Futter zu kommen, lässt sich die Zeichentrickfigur viele schlaue Tricks einfallen, wie im Bild unten zu sehen ist.

Das Kätzchen kann sich dadurch, dass es süß ist, überall durchsetzen. Simons Katze hat es in einem Schuppen gefunden.

Buchvorstellung: Rebellen der Ewigkeit

Wichtigste Infos

Das Buch “Rebellen der Ewigkeit” wurde von Gerd Ruebenstrunk geschrieben und im Verlag arsEdition veröffentlicht”. Es hat insgesamt 410 Seiten.

Worum geht es?

Jeder hat sich bestimmt schon einmal gefragt, wie es wäre, wenn man Lebenszeit kaufen bzw. verkaufen könnte. Deshalb möchte ich euch den Roman „Rebellen der Ewigkeit“ vorstellen. Im Jahr 2045 hat das Unternehmen Tempus Fugit den Zeithandel kommerzialisiert und den Verkauf von Lebenszeit der Öffentlichkeit ermöglicht. Aber ist dies wirklich so ungefährlich, und was für Auswirkungen hat dieser Verkauf wirklich? Bei seinem ersten Tag als Zeitungsjunge passierte etwas, womit Willis nicht hätte rechnen können. Bei einer seiner Lieferungen wurde er Zeuge eines versuchten Mordes! Und was noch viel schlimmer war, die Täter hatten ihn bemerkt! Valerie ist ebenfalls 15 Jahre alt und die zweite Protagonistin des Romans. Beide haben einen Job in einem Detektivbüro angenommen, um die Vertrauenswürdigkeit von Tempus Fugit weiter zu erforschen. Als Team bestreiten sie Abenteuer und Willis muss sich am Ende für eine Seite entscheiden.

Persönliche Bewertung

Ich würde dem Buch definitiv 4.5/5 Sternen geben. Vor allem da die Handlung und die Entscheidungen der Charaktere sehr nachvollziehbar gestaltet sind. Der Plot-Twist des Buches ist ebenfalls gelungen und sehr unberechenbar, was es nochmal um einiges besser macht. Allgemein ist alles logisch aufgebaut, was die Handlung sehr realitätsnah wirken lässt, und es nicht so absurd und unrealistisch klingen lässt. Ich denke es ist eines der spannendsten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Ein absolutes Muss!

Die Gefahren von Social Media

Social Media bietet zahlreiche Vorteile wie die Möglichkeit, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, Informationen auszutauschen oder neue Menschen kennenzulernen. Doch der exzessive Gebrauch und die unreflektierte Nutzung dieser Plattformen können auch verschiedene Gefahren mit sich bringen, die die psyschische Gesundheit beeinträchtigen können.

1. Cybermobbing und Online-Belästigung

Eines der größten Risiken von sozialen Medien ist die Möglichkeit, Opfer von Cybermobbing zu werden. Im anonymen Raum des Internets neigen Menschen manchmal dazu, aggressiver oder verletzender zu handeln. Dies kann zu psychischen Belastungen wie Angstzuständen und Depressionen führen. Besonders gefährdet sind Jugendliche, die die Pubertäts-Entwicklung noch nicht abgeschlossen haben.

2. Suchtgefahr

Die Nutzung sozialer Medien kann sich zu einer Sucht entwickeln. Die ständige Verfügbarkeit und der Drang, immer wieder neue Benachrichtigungen zu prüfen, führen bei vielen Nutzern zu einem anhaltenden Gefühl der Unruhe. Es entsteht ein Teufelskreis aus ständiger Bestätigung und der Suche nach Aufmerksamkeit. Diese Sucht kann dazu führen, dass Nutzer weniger Zeit mit realen Aktivitäten verbringen oder ihre schulischen Verpflichtungen vernachlässigen.

3. Negative Auswirkungen auf das Selbstbild

In sozialen Medien werden häufig nur die positiven Seiten des Lebens gezeigt. Menschen teilen ihre schönsten Erlebnisse, Urlaubsfotos oder Erfolge. Dies kann den Eindruck erwecken, dass das Leben anderer immer perfekt ist. Besonders bei Jugendlichen kann dies zu Vergleichen und einem verzerrten Selbstbild führen. Sie könnten anfangen, ihr eigenes Leben als weniger aufregend oder erfolgreich wahrzunehmen, was zu einem verringerten Selbstwertgefühl führt.

4. Datenschutz und Privatsphäre

Die meisten sozialen Medien speichern Daten über ihre Nutzer, um personalisierte Werbung zu schalten oder das Nutzererlebnis zu verbessern. Dies kann jedoch auch die Privatsphäre gefährden. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie viele persönliche Informationen sie freiwillig teilen und welche Gefahren damit verbunden sind. Datenmissbrauch, Identitätsdiebstahl oder ungewollte öffentliche Enthüllungen können die Folge sein.

5. Einfluss auf die psychische Gesundheit

Mehrere Studien haben gezeigt, dass übermäßiger Konsum von sozialen Medien mit einer schlechteren psychischen Gesundheit einhergehen kann. Die ständige Konfrontation mit negativen Nachrichten oder schädlichen Inhalten kann Ängste und Stress verstärken. Die Suche nach Bestätigung durch Likes und Kommentare kann zu einem niedrigen Selbstwertgefühl führen, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Zudem kann die ständige Erreichbarkeit zu einem Gefühl der Überforderung führen.

6. Fehlinformationen und Fake News

In sozialen Medien verbreiten sich Fehlinformationen und Fake News schnell. Menschen neigen dazu, Informationen, die ihre eigenen Überzeugungen bestätigen, zu teilen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dies kann zu einer Verzerrung der Wahrnehmung der Realität führen und die Meinungsbildung beeinflussen. Besonders in Krisenzeiten, wie während der Pandemie oder vor Wahlen, können solche Falschmeldungen gefährlich werden.

7. Mindestalter für die Nutzung

Laut der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU dürfen Kinder in der Regel erst ab 16 Jahren einem Online-Dienst zustimmen, um ihre personenbezogenen Daten zu teilen, sofern die Zustimmung nicht von den Eltern oder Erziehungsberechtigten erteilt wird. Viele Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat und TikTok erlauben die Nutzung erst ab 13 Jahren. Allerdings gelten auch hier nationale Gesetze, die das Mindestalter für die Nutzung beeinflussen können.

Fazit

Obwohl soziale Medien viele Vorteile bieten, sollte man sich der Gefahren bewusst sein und einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Plattformen pflegen. Es ist wichtig, regelmäßig Pausen von den sozialen Medien einzulegen, auf die eigene Privatsphäre zu achten und kritisch mit Informationen umzugehen. Nur so kann man die positiven Aspekte von sozialen Medien nutzen, ohne sich den negativen Folgen auszusetzen.

Endlich wieder Musik! Das Sommerkonzert 2022

Nachdem das letzte Konzert am Staatlichen Gymnasium Holzkirchen schon 1 ½ Jahre zurückliegt (die letzte Aufführung war im Winter 2020!!!), waren sowohl Schüler*innen als auch Eltern erfreut, dass dieses Jahr wieder ein Sommerkonzert stattfinden konnte. Am Donnerstag, den 23. Juni 2022, wurde den Zuschauer*innen von 19 Uhr bis 21 Uhr ein tolles Programm präsentiert, dessen Schwerpunkt auf dem Kulturbereich „Afrika“ lag. 

Zunächst gab es eine Trommel-Einlage unter der Leitung von Frau Lindner, in der es um einen afrikanischen Freudentanz ging. Anschließend bekam der Unterstufen-Chor seinen großen Auftritt, der das Publikum mit zwei Liedern aus dem allseits bekannten Film „König der Löwen“ in ihren Bann ziehen konnte. Anschließend sang der Oberstufenchor das Lied To „Africa“ von der Band Toto, „Can you feel the love tonight“ und das aus Südafrika stammende Lied „Shosholoza“. Zu Beginn jedes Liedes wurden außerdem von den Sänger*innen interessante Hintergründe zum jeweiligen Song erklärt. Auch der Zwölftklässler Leo Löffl überraschte mit einem sehr rasanten, virtuos klingenden Klavierstück namens „The cat and the mouse“. Nach einer zwanzigminütigen Pause, in der kleine Häppchen und Gebäck verkauft wurden, konnten sich die Zuschauer*innen von einem jungen Quartett begeistern lassen, das zuvor an den „Jugend musiziert“-Wettbewerben teilgenommen und gewonnen hatte. An Kontrabass, Violine, Flöte und Harfe spielten sie ein vierteiliges Stück des Komponisten Telemann. Den Abend beschloss die Big Band mit zwei Stücken, darunter die viel bekannte Filmmusik „Peter Gunn Theme“, welche schnell ins Ohr geht.

Zum krönenden Abschuss wurde den Mithelfenden, wie der Technik-AG und den Musiklehrerinnen, für ihr Engagement gedankt und fünf Oberstufenschüler, die in den musikalischen AGs aktiv waren, wurden mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet.

„Run for Gufa“ unser Spendenlauf

Gufa, ein kleines Dorf in Nepal, Südasien, welches hauptsächlich durch den Mount Everest bekannt ist. Doch was vielleicht viele nicht wissen… Mehr als die Hälfte der über Vierzehnjährigen sind Analphabeten. Frauen werden immer noch stark diskriminiert und Zwangsheiraten sind in vielen Teilen Nepals leider noch gang und gäbe. Mehr als 50% aller nepalesischen Kinder bekommen erst gar nicht die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, so kann zum Beispiel nur jedes dritte Mädchen lesen oder schreiben. Doch von den Kindern, die die Chance haben, in die Grundschule zu gehen, bricht ungefähr jedes Zweite die Schule nach der 4. Klasse ab, weil es heiratet, im Haushalt mithilft oder arbeiten muss, um Geld für die Familie zu verdienen. Die Bildungsrate variiert außerdem nach der geographischen Lage der Dörfer. Die nepalesische Regierung stellt jedem Schulkind pro Jahr 21 Euro zur Verfügung… Unserer Meinung nach ist das viel zu wenig, wenn man berechnet, dass dies nur einen kleinen Teil der Kosten für Material, Infrastruktur und Lehrkräften sowie der vom Staat vorgeschriebenen Schuluniform abdeckt. Wir bemerken, dass Bildung für eine Gesellschaft enorm wichtig ist. Doch auch, weil in Nepal 80% der Bevölkerung dem hinduistischen Glauben angehört, ist es schwierig, Rechte wie zum Beispiel die Gleichberechtigung aller Menschen durchzusetzen. Zum Beispiel ist es schwierig, aus dem Kastensystem auszutreten, welches in Nepal sehr weit verbreitet ist, und deshalb die Menschen in höhere und niedriger gestellte Gesellschaftsschichten eingeteilt werden.

Geographisch gesehen liegt Nepal im Süden Asiens, Gufa im Osten Nepals. Dort befindet sich auch unsere Partnerschule, für die wir diesen Herbst eine Spendenaktion gestartet haben.