Wahlkurse

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Wenn die ersten Schüler freitags in den Wahlkurs kommen, wissen sie oft schon, was sie heute machen wollen. Im Wesentlichen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder bauen sie Figuren auf und malen diese an, oder sie spielen ein Spiel gegen andere Teilnehmer mit solchen Figuren. Aktuell wird in dem Wahlkurs von Herrn Müller ausschließlich Warhammer Age of Sigmar gespielt, da die von ihm in Mengen zu Verfügung gestellten Figuren aus dieser Reihe stammen. Doch nun stellt sich die Frage: Was ist Warhammer eigentlich? Grob gesagt ist es ein Brettspiel, eine Art Mischung aus Schach und Risiko, bei dem es darum geht, bestimmte Punkte, die Missionsziele, auf dem Spielbrett zu kontrollieren. Hierbei stehen besonders die, in einer Fantasywelt lebenden, Figuren im Vordergrund, die aus insgesamt 24 verschiedenen Völkern stammen können. Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte, die im Laufe eines Spiels immer wieder eine Rolle spielt.

Ich begleite heute Hendrik, der sich vorgenommen hat eine Figur anzumalen, und Noah, der ein Spiel gegen Rafael spielen wird.
Hendrik hat sich einen Bausatz einer eher kleinen Figur herausgesucht. Er beginnt damit, die Einzelteile aus dem Plastikgußrahmen zu lösen und sie nach Anleitung zusammenzukleben. Anschließend grundiert er das Plastik mit einer Spraydose. Nachdem er die Farbe hat trocknen lassen, beginnt das eigentliche Anmalen. Hierfür nutzt er Acrylfarben, erst trägt er die dominanten Farben auf, später kümmert er sich um die Details. Zuletzt dekoriert er die Grundplatte, auf der die Figur später steht, mit Kunstgras oder Sand.
Noah und Rafael beginnen damit, das Spielfeld aufzubauen. Sie lassen mich aus einem Buch mit verschiedenen Schlachtplänen einen aussuchen und bauen nun nach seinen Vorgaben das Gelände aus Bäumen, Steinen und Missionszielen auf. Danach beginnt ein sehr wichtiger Teil jedes Warhammer-Spiels: Sie stellen die Einheiten, die sie verwenden wollen, auf dem Spielfeld auf. Jede dieser Einheiten „kostet“ eine bestimmte Anzahl von Punkten, im Regelwerk ist diese Anzahl genau festgelegt und am Anfang haben sie sich bereits auf das Maximum an Punkten geeinigt, das sie „ausgeben“ dürfen. Ein Spiel hat, in diesem Fall 5, aufeinanderfolgende Runden. Eine Runde besteht aus jeweils einer Heldenphase, Bewegungsphase und Kampfphase des Angreifers und des Verteidigers. In der Heldenphase darf der jeweilige Spieler für ihn spezifische Fähigkeiten einsetzen. Bei dem von mir beobachteten Spiel ist Rafael der Angreifer und beginnt direkt damit, Noahs Einheiten zu attackieren. Von diesem Angriff steckt Noah nur wenig Schaden ein und beginnt sofort eine Gegenoffensive. So geht es auch in den nächsten Runden weiter, obwohl Noah immer einen kleinen Vorteil erlangen kann. Das geht so weit, dass sich Rafael in der vierten Runde schließlich ergibt, da sein Sieg unwahrscheinlicher wird.
Auch Hendrik ist am Ende des Wahlkurses mit seiner Figur fertig und ich bin beeindruckt, wie viele Details er auf solch eine kleine Figur malen kann.

Ein Warhammer Age of Sigma Spiel kann mehrere Stunden dauern, deswegen endet der Wahlkurs oft erst nach 15:15 Uhr und viele Teilnehmer beschäftigen sich auch in ihrer Freizeit ausgiebig damit. Das kann ich nur zu gut verstehen, da mich die Reise in die Welt der märchenhaften Figuren, mit ihren Völkern und Geschichten, sehr beeindruckt hat. So scheint es nicht nur mir zu gehen, denn viele andere Lehrer haben nach Unterrichtende auch kurz vorbeigeschaut.

David Lampel (9d)

Theater AG

Was macht man in der Theater-AG?

Wir arbeiten momentan an dem Theaterstück Peter Pan, das wir uns selbst aussuchen durften. Das heißt wir üben die Texte und Szenen und passen den Originaltext an unser Stück an. Außerdem denken wir über die Gestaltung der Bühnenbilder nach und versuchen sie möglichst originalgetreu umzusetzen.

Wie viele Personen sind in der Theater-AG?

Wir sind derzeit 13 Mädchen und Jungen, zusammen mit Frau Zimmermann und Frau Eiber, sind wir 15 Personen. 

Wie werden die Rollen an die Schauspieler verteilt?

Zuerst lässt uns Frau Zimmermann verschiedene Schauspielübungen machen und macht sich währenddessen Notizen, welche Rollen zu uns passen könnten. Wir können unsere Wunschrollen äußern, wenn diese Rolle oder Rollen mit ihren Einschätzungen übereinstimmen, teilt sie uns diese zu.

Wie sieht so eine Übung aus?

Zum Beispiel müssen wir durch den Raum laufen, sie sagt uns Zahlen von 1-6, die jede einer Geschwindigkeit entspricht und wir müssen dieses Tempo ausführen. Eine andere Übung ist das Ausführen von Gefühlen nur mit Mimik und Gestik oder die Bewegungen auf der Bühne, sodass wir lernen, wie wir unsere Bewegungen präzisieren können.

Was gefällt euch am besten oder was macht ihr am liebsten?

Am besten gefällt uns dass gemeinsame Text und Szenen Üben. Auch toll ist es, wenn wir den anderen beim Üben zuschauen können und mit Tipps bei Verbesserungen helfen können. Das Beste ist aber, Zeit miteinander zu verbringen, und dass wir alle gemeinsam lachen können, wenn sich jemand irgendwo verhaspelt. Das macht das auch weniger unangenehm.

Robotics

Herr Hofmann kommt immer gut gelaunt in die Stunde und begrüßt uns zum Robotics-Kurs. Was ist das eigentlich, Robotics? Hier baut man Lego-Roboter zusammen und programmiert diese. In der modernen Welt wird immer öfter über Roboter gesprochen, so geht es in diesem Wahlkurs um ein aktuelles Thema. Roboter können hier zu Beispiel Linien verfolgen. Auch komplizierte Abfolgen von Aufgaben sind möglich, z.B. in einem Wettbewerb, bei dem die Roboter auf einer bunten Matte zu verschiedenen Stationen fahren und hier Aufgaben erledigen müssen. Wichtig ist, dass man zwischen Robotics Einsteiger und Fortgeschrittene unterscheidet. Während man im Einsteigerkurs eher die Grundlagen lernt, bereitet man sich im Kurs für Fortgeschrittene auf den Wettbewerb vor. In diesem Text werde ich mich auf den Kurs für Fortgeschrittene beziehen, aber im Einsteigerkurs läuft es ähnlich ab, nur dass man hier einzelne kleine Ziele nacheinander behandelt.

Anfangs müssen wir erst einmal die Roboter holen und eine spezielle Roboter-Matte aufbauen. Auf dieser Roboter-Matte sind Linien aufgedruckt, die zu einzelnen Stationen führen. Dort muss ein Roboter dann zum Beispiel einen Hebel umlegen. Nachdem wir alles aufgebaut haben, nimmt jedes Team seinen Roboter und verbindet diesen mit seinem Computer. Nun entwickelt man ein neues Programm oder arbeitet an einem alten weiter. Programmiert werden die Roboter mit einer einfachen Sprache aus Textblöcken. Wenn man mit seinem Programm fertig ist oder dieses testen will, lädt man das Programm auf den Roboter und probiert es auf der Roboter Matte aus. Leider können nicht alle Teilnehmer des Fortgeschrittenenkurses bei dem Wettbewerb mitmachen, da das Team dafür aus höchstens neun Leuten bestehen darf. Aber alle anderen können trotzdem das Wettbewerbsteam unterstützen oder eigene Projekte verfolgen. Ein Team arbeitet zum Beispiel daran, dass der Roboter auch bei sehr engen Kurven die Linie nicht verlässt. Das ist ziemlich schwierig, da der Roboter einen gewissen Wendekreis hat. Auch wenn das Programm schon relativ gut funktioniert, ist es noch nicht fertig ausgereift. Weitere Projekte sind zum Beispiel, ein Roboter, der sich nach einem Zufallsprinzip bewegt oder ein Roboter, der immer in einem Feld bleibt und dieses nie verlässt. Es gibt aber noch viele andere Ideen. Manchmal sind wir in unsere Projekte so vertieft, dass das Aufräumen nach dem Stundenschluss gemacht werden muss.

Ich freue mich genauso wie viele andere Robotics-Schüler zum Schluss bereits auf die nächste Stunde. Aber auch auf zukünftige Reportagen in ähnlichen oder ganz anderen Bereichen freue ich mich sehr.

David Lampel (9d)

Schülerzeitung

In diesem Artikel stelle ich euch den Wahlkurs „Schülerzeitung“ vor. Wie entsteht ein Artikel? Wer schreibt den Artikel? Woher kommen die Ideen? 

Die Schülerzeitung ist ein Wahlkurs wie jeder andere, nur dass wir keinen festen Termin haben. Wir treffen uns aber meistens am Dienstag. Am Anfang sammeln wir erstmal Ideen. Hierbei können wir alle selbst entscheiden, zu welchen Themen wir gern arbeiten wollen. Es gibt aber auch Themen, die ausgeschlossen sind, z.B. die Unterrichtsqualität der Lehrkräfte. Das wird dann mit Herrn Nohl oder Herrn Unewisse besprochen. Als nächstes überlegen wir uns, wie wir die Ideen umsetzen wollen. Das kann als Text sein, aber auch Videos oder Podcasts sind möglich. Über einen bestimmten Zeitraum, z.B. zwei Wochen, wird der Beitrag dann geschrieben, gefilmt oder aufgenommen. Danach werden Textberichte korrigiert und alle Beiträge werden von Herrn Nohl oder Herrn Unewisse durchgesehen. Zum Schluss werden die Texte, Videos oder Podcasts auf die Website der Schülerzeitung gestellt. So entsteht fast jeder Beitrag. Falls du auch Interesse am Wahlkurs hast, kannst du spätestens nächstes Jahr auch dabei sein.